Joachim Herz Stiftung

Naturwissenschaftliche Allgemeinbildung und das Interesse an neuen Forschungsfragen sind Voraussetzungen für individuelle Urteilsfähigkeit und gesellschaftliche Weiterentwicklung. Als Motoren des Wandels begegnen die Naturwissenschaften den Herausforderungen unserer Zeit. Sie erforschen Phänomene und Gesetzmäßigkeiten und bilden die Grundlagen für die Anwendungsforschung. So ermöglichen sie uns z. B. immer gesünder und aktiver alt zu werden, den Umweltschutz, die Nahrungsmittel- und Energieversorgung zu verbessern oder die Kommunikation zu revolutionieren. Um diese Innovationskraft zu erhalten, fördern wir Neugier, Forschungsdrang und Begabungen des Nachwuchses in den Naturwissenschaften und die fächerübergreifende Forschung.

Die gemeinnützige Joachim Herz Stiftung arbeitet überwiegend operativ und ist vorrangig in den Themenfeldern Naturwissenschaften, Wirtschaft sowie Persönlichkeitsbildung tätig. In diesen drei Bereichen werden auch kleine, innovative Projekte Dritter gefördert. Seit 2017 unterstützt die Stiftung zudem Forschungsprojekte in den Themenfeldern Medizin und Recht.

Die Joachim Herz Stiftung wurde 2008 errichtet und gehört zu den großen deutschen Stiftungen.
Mehr Informationen unter www.joachim-herz-stiftung.de

Während der zehnjährigen Projektlaufzeit stellt die Joachim Herz Stiftung insgesamt 1,9 Millionen Euro zur Verfügung. Über die finanzielle Unterstützung hinaus bringt sie sich mit fachlicher Expertise in das Projekt ein.

„In Sport und Musik ist eine über den Unterricht hinausgehende Talentförderung seit langem gut etabliert. Was bisher fehlt, sind Orte, an denen naturwissenschaftlich interessierte Schülerinnen und Schüler Gleichgesinnte treffen und sich gemeinsam weiter entwickeln können. Solche Orte wollen wir mit den Schülerforschungszentren schaffen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und auf viele spannende Forschungsideen der Nachwuchsforscherinnen und -forscher.“

Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur (MBWK)

Foto von Dr. Oliver Grundei
Dr. Oliver Grundei, Staatssekretär für Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein

Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur (MBWK) unterstützt das Projekt mit der Bereitstellung von 2,5 Lehrkräftestellen, die auf die Standorte verteilt werden.

Wissenschaftsstaatssekretär Dr. Oliver Grundei hofft darauf, dass die MINT-Fächer stärker in den Fokus der Jugendlichen rücken, wenn in den Schülerforschungszentren ein realistisches und attraktives Bild vom naturwissenschaftlichen Arbeiten und Forschen erlebbar wird. „Die fundierte Stärkung von MINT im Nachwuchsbereich ist von zentraler Bedeutung für den Wissenschaftsstandort Schleswig-Holstein, um einem zukünftigen Fachkräftemangel in diesem Bereich vorzubeugen“.

Webseite des MBWK

Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) an der Universität Kiel

Foto von Prof. Dr. Olaf Köller
Prof. Dr. Olaf Köller, geschäftsführender wissenschaftlicher Direktor am IPN

Das IPN übernimmt als überregionale Bildungseinrichtung die Projektkoordination. Zudem stellt es seine Expertise für die Konzeption des Netzwerkes und die Begleitforschung bereit. In Zusammenarbeit mit der Kieler Forschungswerkstatt gewährleistet das IPN auch die Vernetzung der unterschiedlichen Beteiligten und steht den Standorten unterstützend zur Seite.

„Die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ist an unserem Institut fest verankert“, so der Geschäftsführende Wissenschaftliche Direktor des IPN Professor Dr. Olaf Köller. „Mit dem Netzwerk Schülerforschungszentren Schleswig-Holstein bauen wir auf bestehenden Strukturen auf und entwickeln diese weiter. Bereits der Erfolg der Kieler Forschungswerkstatt, die als gemeinsame Einrichtung von Leibniz-Institut und Hochschule die fachliche Forschungsexzellenz der CAU mit der Lehr-Lern-Forschungsexpertise des IPN verbindet, zeigt, dass wir in diesem Bereich auf einem sehr guten Weg sind.“

Webseite des IPN